E‑Bilanz erst ab 2012

Die Pflicht zur Abga­be der elek­tro­ni­schen Bilanz ("E‑Bilanz") und der elek­tro­ni­schen Gewinn- und Ver­lust­rech­nung soll um ein Jahr ver­scho­ben wer­den. Über eine ent­spre­chen­de Ver­ord­nung des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Finan­zen "zur Fest­le­gung eines spä­te­ren Anwen­dungs­zeit­punk­tes der Ver­pflich­tun­gen nach § 5 b des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes" wird der Bun­des­rat vor­aus­sicht­lich am 17. Dezem­ber 2010 ent­schei­den. Die Ver­ord­nung sieht vor, dass abwei­chend von § 52 Absatz 15a EStG die Bilanz und die Gewinn- und Ver­lust­rech­nung erst­mals für Wirt­schafts­jah­re, die nach dem 31. Dezem­ber 2011 begin­nen, elek­tro­nisch zu über­mit­teln sind.

E‑Bilanz erst ab 2012

Damit soll eine ent­spre­chen­de Ermäch­ti­gung aus § 51 Absatz 4 Nr. 1c EStG aus­ge­nutzt wer­den, wonach durch Rechts­ver­ord­nung ein von dem Anwen­dungs­zeit­punkt gemäß § 52 Absatz 15a EStG abwei­chen­der spä­te­rer Anwen­dungs­zeit­punkt für die elek­tro­ni­sche Über­mitt­lung der soge­nann­ten E‑Bilanz und der GuV bestimmt wer­den kann, wenn bis zum 31. Dezem­ber 2010 erkenn­bar ist, dass die tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Vor­aus­set­zun­gen für eine Umset­zung der in § 5b Absatz 1 EStG vor­ge­se­he­nen Ver­pflich­tung zur elek­tro­ni­schen Über­mitt­lung der E‑Bilanz und der Gewinn- und Ver­lust­rech­nung nicht aus­rei­chen.

Die Anhö­rung zum Ent­wurf eines BMF-Schrei­bens zur Ver­öf­fent­li­chung der für die E‑Bilanz erfor­der­li­chen Taxo­no­mie hat gezeigt, dass die tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Vor­aus­set­zun­gen noch nicht vor­han­den sind. Die Ver­schie­bung des Anwen­dungs­zeit­punk­tes soll auch dafür genutzt wer­den, im Rah­men eines Pilot­pro­jek­tes den Daten­um­fang zu über­prü­fen.