Ein­brin­gung eines gan­zen Mit­un­ter­neh­mer­an­teils – in das Son­der­be­triebs­ver­mö­gen

Für die Ein­brin­gung des gan­zen Mit­un­ter­neh­mer­an­teils nach § 24 Abs. 1 UmwStG reicht es aus, wenn wesent­li­che Betriebs­grund­la­gen im Son­der­be­triebs­ver­mö­gen der Aus­gangs­ge­sell­schaft in das Son­der­be­triebs­ver­mö­gen der Ziel­ge­sell­schaft über­führt wer­den; eine Über­tra­gung in das Gesamt­hands­ver­mö­gen ist nicht erfor­der­lich.

Ein­brin­gung eines gan­zen Mit­un­ter­neh­mer­an­teils – in das Son­der­be­triebs­ver­mö­gen

War das Grund­stück zuvor bereits Gesamt­hands­ver­mö­gen der GbR, hat­te die GbR den Buch­wert infol­ge der Ein­brin­gung aus dem Son­der­be­triebs­ver­mö­gen nach § 6 Abs. 5 Satz 3 Nr. 2 EStG fort­zu­füh­ren mit der Fol­ge, dass er auch nach § 24 Abs. 2 UmwStG von der KG fort­ge­führt wer­den konn­te. Wur­den die Mit­ei­gen­tums­an­tei­le an dem Grund­stück aus dem Son­der­be­triebs­ver­mö­gen der Gesell­schaf­ter zusam­men mit dem Gesamt­hands­an­teil in die KG ein­ge­bracht, ergibt sich die Buch­wert­fort­füh­rung ins­ge­samt aus § 24 Abs. 2 Satz 2 UmwStG.

Für eine Ein­brin­gung des gan­zen Mit­un­ter­neh­mer­an­teils nach § 24 Abs. 1 UmwStG und damit für die Berech­ti­gung zur Buch­wert­fort­füh­rung nach § 24 Abs. 2 Satz 2 UmwStG reicht es aus, wenn wesent­li­che Betriebs­grund­la­gen im Son­der­be­triebs­ver­mö­gen der Aus­gangs­ge­sell­schaft ins Son­der­be­triebs­ver­mö­gen der Ziel­ge­sell­schaft über­führt wer­den; eine Über­tra­gung in das Gesamt­hands­ver­mö­gen ist nicht erfor­der­lich 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 17. April 2019 – IV R 12/​16

  1. Claß/​Weggenmann in Beck­OK UmwStG, § 24 Rz 491; Blümich/​Nitzschke, § 24 UmwStG 2006 Rz 41; Fuhr­mann in Widmann/​Mayer, Umwand­lungs­recht, § 24 UmwStG Rz 280; Schlößer/​Schley in Haritz/​Menner, Umwand­lungs­steu­er­ge­setz, 4. Aufl., § 24 Rz 33; Rasche in Rödder/​Herlinghaus/​van Lishaut, UmwStG, 3. Aufl, § 24 Rz 80; Schmitt in Schmitt/​Hörtnagl/​Stratz, Umwand­lungs­ge­setz, Umwand­lungs­steu­er­ge­setz, 8. Aufl., § 24 UmwStG Rz 34; BMF, Schrei­ben in BSt­Bl I 2011, 1314, Rz 24.05; vgl. auch BFH, Urteil vom 26.01.1994 – III R 39/​91, BFHE 173, 338, BSt­Bl II 1994, 458 [Rz 27], zum UmwStG 1977; ande­rer Ansicht Patt in Dötsch/​Pung/​Möhlenbrock, Kom­men­tar zum KStG und EStG, § 24 UmwStG Rz 15[]