Ein­sei­ti­ge Kapi­tal­erhö­hung bei Mit­un­ter­neh­mer­schaft

Bei ein­sei­ti­ger ent­gelt­li­cher Kapi­tal­erhö­hung, die zu einer Ände­rung der Betei­li­gungs­ver­hält­nis­se führt, kann ent­spre­chend § 24 UmwStG 1977 der für die nicht an der Kapi­tal­erhö­hung teil­neh­men­den Gesell­schaf­ter anfal­len­de Gewinn aus der –antei­li­gen– Ver­äu­ße­rung ihrer Mit­un­ter­neh­mer­an­tei­le durch eine nega­ti­ve Ergän­zungs­bi­lanz neu­tra­li­siert wer­den.

Ein­sei­ti­ge Kapi­tal­erhö­hung bei Mit­un­ter­neh­mer­schaft

Die aus der kor­re­spon­die­rend zur posi­ti­ven Ergän­zungs­bi­lanz des ein­brin­gen­den Mit­un­ter­neh­mers spie­gel­bild­lich fort­lau­fend jähr­lich vor­zu­neh­men­de Auf­lö­sung der nega­ti­ven Ergän­zungs­bi­lanz der Alt­ge­sell­schaf­ter ist als lau­fen­der Gewinn bei der Ermitt­lung des Gewer­be­er­tra­ges zu erfas­sen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. April 2006 – VIII R 52/​04