Fest­stel­lung des ver­re­chen­ba­ren Ver­lus­tes – und sei­ne geson­der­te Anfech­tung

Die Fest­stel­lung des ver­re­chen­ba­ren Ver­lus­tes i.S. des § 15a Abs. 4 Satz 1 EStG stellt einen geson­dert anfecht­ba­ren Ver­wal­tungs­akt dar.

Fest­stel­lung des ver­re­chen­ba­ren Ver­lus­tes – und sei­ne geson­der­te Anfech­tung

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs han­delt es sich bei der geson­der­ten und ein­heit­li­chen Fest­stel­lung i.S. von § 179 Abs. 1 und Abs. 2, § 180 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a der Abga­ben­ord­nung und der Fest­stel­lung des ver­re­chen­ba­ren Ver­lus­tes i.S. des § 15a Abs. 4 Satz 1 EStG um zwei Ver­wal­tungs­ak­te, die geson­dert und unab­hän­gig von­ein­an­der ange­foch­ten wer­den kön­nen und selb­stän­dig der Bestands­kraft fähig sind.

Dies gilt auch dann, wenn die Beschei­de gemäß § 15a Abs. 4 Satz 5 EStG for­mell mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 18. Mai 2017 – IV R 36/​14

  1. vgl. BFH, Urtei­le vom 20.11.2014 – IV R 47/​11, BFHE 248, 144, BSt­Bl II 2015, 532; und vom 02.02.2017 – IV R 47/​13, BSt­Bl II 2017, 391