Finan­zie­rungs­kos­ten nach Betei­li­gungs­ver­kauf

Zin­sen, die der Gesell­schaf­ter einer GmbH nach Ver­äu­ße­rung der Betei­li­gung für ein Refi­nan­zie­rungs­dar­le­hen für die Anschaf­fung der im Pri­vat­ver­mö­gen gehal­te­nen Betei­li­gun­gen zahlt, kön­nen –jeden­falls nach der bis ein­schließ­lich 1998 gel­ten­den Rechts­la­ge– nicht als Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen abge­zo­gen wer­den.

Finan­zie­rungs­kos­ten nach Betei­li­gungs­ver­kauf

Antei­le, die von einem an einer Kör­per­schaft mehr­heit­lich betei­lig­ten Gesell­schaf­ter an eine GmbH ver­äu­ßert wer­den, an wel­cher der Ver­äu­ße­rer als allei­ni­ger Gesell­schaf­ter eben­falls betei­ligt ist, die­nen nach der Ver­äu­ße­rung nur noch der GmbH zur Ein­kunfts­er­zie­lung. Ein Durch­griff durch die GmbH auf den hin­ter ihr ste­hen­den allei­ni­gen Gesell­schaf­ter kommt grund­sätz­lich nicht in Betracht.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 27. März 2007 – VIII R 64/​05