Gesell­schaf­ter­dar­lehn und das DBA Frank­reich

Auch im Anwen­dungs­be­reich des Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men mit Frank­reich (DBA Frank­reich 1959/​1969) sind Zins­ein­künf­te von Mit­un­ter­neh­mern aus Dar­le­hen, die sie der Mit­un­ter­neh­mer­schaft gewährt haben, abkom­mens­recht­lich aus den gewerb­li­chen Gewin­nen her­aus­zu­lö­sen und nach dem Zins­ar­ti­kel zu beur­tei­len.

Gesell­schaf­ter­dar­lehn und das DBA Frank­reich

Die Rück­ver­wei­sungs­klau­sel des Art. 10 Abs. 2 DBA Frank­reich 1959/​1969 ist dahin gehend aus­zu­le­gen, dass es auf die tat­säch­li­che Zuge­hö­rig­keit der For­de­rung zum Ver­mö­gen der Betriebs­stät­te ankommt; die recht­li­che Zuge­hö­rig­keit nach den Grund­sät­zen des natio­na­len Steu­er­rechts eines der Ver­trags­staa­ten ist hin­ge­gen nicht maß­ge­bend.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 9. August 2006 – II R 59/​05