Gewerb­li­cher Grund­stücks­han­del bei kurz­fris­ti­gen Ver­äu­ße­run­gen

Die Ver­äu­ße­rung von Mit­un­ter­neh­mer­an­tei­len an mehr als drei am Grund­stücks­markt täti­gen Gesell­schaf­ten bür­ger­li­chen Rechts ist auch dann der Ver­äu­ße­rung der zu den jewei­li­gen Gesamt­hand­s­ver­mö­gen gehö­ren­den Grund­stü­cke gleich­zu­stel­len, wenn es sich bei den Gesell­schaf­ten um gewerb­lich gepräg­te Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten i.S. des § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG han­delt. Die Gewin­ne aus den Anteils­ver­äu­ße­run­gen sind daher –bei Vor­lie­gen der übri­gen Vor­aus­set­zun­gen– als lau­fen­de Gewin­ne aus gewerb­li­chem Grund­stücks­han­del im Rah­men der Ein­kom­men­steu­er­ver­an­la­gung (Gewinn­fest­stel­lung) und der Gewer­be­steu­er­ver­an­la­gung des Gesell­schaf­ters (der Ober­ge­sell­schaft) zu erfas­sen.

Gewerb­li­cher Grund­stücks­han­del bei kurz­fris­ti­gen Ver­äu­ße­run­gen

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 5. Juni 2008 – IV R 81/​06