Grund­stücks­ver­äu­ße­rung und Betriebs­auf­ga­be

Die Ver­äu­ße­rung des zum Umlauf­ver­mö­gen eines gewerb­li­chen Grund­stücks­händ­lers gehö­ren­den Grund­stücks ist auch dann nicht nach den §§ 16, 34 EStG tarif­be­güns­tigt, wenn sie mit der Betriebs­auf­ga­be zusam­men­trifft und hier­mit zugleich eine zunächst bestehen­de Bebau­ungs­ab­sicht auf­ge­ge­ben wird. Damit hat der Bun­des­fi­nanz­hof in die­ser Fra­ge sei­ne bis­he­ri­ge Auf­fas­sung, die seit 15 Jah­ren unver­än­dert war, geän­dert.

Grund­stücks­ver­äu­ße­rung und Betriebs­auf­ga­be

Die­se Grund­sät­ze gel­ten auch, wenn das Betriebs­ver­mö­gen einer den gewerb­li­chen Grund­stücks­han­del betrei­ben­den Per­so­nen­ge­sell­schaft –mit Aus­nah­me der Grund­stü­cke des Umlauf­ver­mö­gens– auf ein Schwes­ter­un­ter­neh­men aus­ge­la­gert wird und im Anschluss hier­an der Mit­un­ter­neh­mer sei­nen Gesell­schafts­an­teil ver­äu­ßert.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 5. Juli 2005 – VIII R 65/​02