Güter­ge­mein­schaft als Besitz­un­ter­neh­men

Über­las­sen in Güter­ge­mein­schaft leben­de Ehe­gat­ten zum Gesamt­gut gehö­ren­de wesent­li­che Betriebs­grund­la­gen an eine GmbH, deren allei­ni­ger Gesell­schaf­ter einer der Ehe­gat­ten ist, lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen der Betriebs­auf­spal­tung vor, wenn die Gesell­schafts­be­tei­li­gung eben­falls zum Gesamt­gut gehört.

Güter­ge­mein­schaft als Besitz­un­ter­neh­men

Die Betei­li­gung an einer GmbH ist nicht dem Son­der­gut zuzu­rech­nen, wenn nach dem Gesell­schafts­ver­trag eine Über­tra­gung von Gesell­schafts­an­tei­len zwar nur mit Geneh­mi­gung aller Gesell­schaf­ter mög­lich ist, die Über­tra­gung an einen Ehe­gat­ten aber kei­ner Beschrän­kung unter­liegt.

Die Gewer­be­steu­er­be­frei­ung der Betriebs­ka­pi­tal­ge­sell­schaft nach § 3 Nr. 6 GewStG erstreckt sich auch auf das Besitz­un­ter­neh­men.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 19. Okto­ber 2006 – IV R 22/​02