Her­stel­lungs­kos­ten oder Erhal­tungs­auf­wand bei Bau­maß­nah­men

Bei der Prü­fung, ob eine Bau­maß­nah­me nach § 255 Abs. 2 HGB zu (nur im Rah­men der Abschrei­bung zu berück­sich­ti­gen­dem) Her­stel­lungs­auf­wand oder zu sofort absetz­ba­rem Erhal­tungs­auf­wand führt, darf nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht auf das gesam­te Gebäu­de, son­dern nur auf den ent­spre­chen­den Gebäu­de­teil abge­stellt wer­den, wenn das Gebäu­de in unter­schied­li­cher Wei­se genutzt wird und des­halb meh­re­re Wirt­schafts­gü­ter umfasst.

Her­stel­lungs­kos­ten oder Erhal­tungs­auf­wand bei Bau­maß­nah­men

Ob eine wesent­li­che Ver­bes­se­rung i.S. des § 255 Abs. 2 HGB des Wirt­schafts­guts erreicht wird, rich­tet sich danach, ob die durch die Bau­maß­nah­me bewirk­ten Ver­än­de­run­gen vor dem Hin­ter­grund der betrieb­li­chen Ziel­set­zung zu einer höher­wer­ti­ge­ren (ver­bes­ser­ten) Nutz­bar­keit des Ver­mö­gens­ge­gen­stan­des füh­ren.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. Sep­tem­ber 2007 – IX R 28/​07