Inves­ti­ti­ons­zu­la­ge für Bau­schutt-Recy­cling?

Der Begriff des ver­ar­bei­ten­den Gewer­bes bestimmt sich im Inves­ti­ti­ons­zu­la­gen­recht nach der vom Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt her­aus­ge­ge­be­nen, zum Zeit­punkt der Inves­ti­ti­on jeweils gel­ten­den Klas­si­fi­ka­ti­on der Wirt­schafts­zwei­ge (WZ). Nach der WZ 2003 hängt die Zuord­nung eines –Bau­schutt und Abbruch­ma­te­ri­al recy­celn­den– Betrie­bes zum ver­ar­bei­ten­den Gewer­be oder zum Berg­bau von der Wei­ter­ver­wen­dung des soge­nann­ten Out­puts als End­pro­dukt oder als Sekun­där­roh­stoff für die wei­te­re indus­tri­el­le Wei­ter­ver­ar­bei­tung ab.

Inves­ti­ti­ons­zu­la­ge für Bau­schutt-Recy­cling?

Die Zuord­nung eines Betrie­bes zu einem Wirt­schafts­zweig der Klas­si­fi­ka­ti­on durch das Sta­tis­ti­sche Lan­des- oder Bun­des­amt haben die Finanz­be­hör­den und auch das Finanz­ge­richt in aller Regel zu über­neh­men. Sie kön­nen jedoch über­prü­fen, ob der Zuord­nung ein zutref­fen­der Sach­ver­halt zugrun­de liegt und ob die Zuord­nung nach den rich­ti­gen Kri­te­ri­en getrof­fen wur­de (hier nach der Ver­wen­dung der her­ge­stell­ten Pro­duk­te).

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 28. April 2010 – III R 66/​09