Kei­ne ver­kürz­te Abschrei­bung bei Mus­ter­häu­sern

Bei Mus­ter­häu­sern eines Fer­tig­haus-Bau­un­ter­neh­mens han­delt es sich um Gebäu­de im Sin­ne des § 7 Satz 4 EStG, bei denen grund­sätz­lich unab­hän­gig davon, ob die­se Mus­ter­häu­ser auf gemie­te­ten oder eige­nem Grund und Boden errich­tet wor­den sind, eine Abset­zung für Abnut­zung gemäß § 7 Abs. 4 Satz 1 EStG in Höhe von 4% der Anschaf­fungs- oder Her­stel­lungs­kos­ten abzu­zie­hen sind. Höhe­re Beträ­ge kön­nen als Abset­zung für Abnut­zung nur berück­sich­tigt wer­den, wenn im Ein­zel­fall die tat­säch­li­che Nut­zungs­dau­er des Gebäu­des weni­ger als 25 Jah­re beträgt (§ 7 Abs. 4 Satz 2 EStG) oder eine außer­ge­wöhn­li­che tech­ni­sche oder wirt­schaft­li­che Abnut­zung im Sin­ne des § 7 Abs. 1 Satz 5 EStG gege­ben ist.

Kei­ne ver­kürz­te Abschrei­bung bei Mus­ter­häu­sern

Bei auf gemie­te­ten Grund­stü­cken in Fer­tig­bau­wei­se errich­te­ten Mus­ter­häu­sern beträgt die tat­säch­li­che Nut­zungs­dau­er nicht schon allein des­halb weni­ger als 25 Jah­re, weil die Mus­ter­häu­ser nach Ablauf der Miet­zeit demon­tiert wer­den müs­sen.

Hes­si­sches Finanz­ge­richt, Zwi­schen­ur­teil vom 14. Mai 2007 – 4 K 1716/​04