Kun­den­stamm und Know-how als Geschäfts­wert

Der Geschäfts­wert ist Aus­druck der Gewinn­chan­cen eines Unter­neh­mens, soweit die­se nicht auf ein­zel­nen Wirt­schafts­gü­tern oder der Per­son des Unter­neh­mers beru­hen, son­dern auf dem Betrieb eines leben­den Unter­neh­mens. Eine Bin­dung von Kun­den an die Per­son des Unter­neh­mers statt an das Unter­neh­men kommt auch bei Han­dels­un­ter­neh­men in Betracht, wenn über­wie­gend der Unter­neh­mer nach außen in Erschei­nung tritt und die Mit­ar­bei­ter, die Betriebs­or­ga­ni­sa­ti­on oder die Lage des Betrie­bes für den Erfolg unbe­deu­tend sind.

Kun­den­stamm und Know-how als Geschäfts­wert

Wer­den "Kun­den­stamm und Know-how im Hin­blick auf die Lie­fe­ran­ten" vom Ein­zel­un­ter­neh­men an eine neu gegrün­de­te, die Geschäf­te fort­füh­ren­de GmbH ver­pach­tet, so kann dies steu­er­lich anzu­er­ken­nen sein, wenn es sich beim Kun­den­stamm und Know-how nicht um den Geschäfts­wert han­delt, son­dern um ein oder meh­re­re imma­te­ri­el­le Wirt­schafts­gü­ter des Ein­zel­un­ter­neh­mens, die selb­stän­dig über­tra­gen wer­den kön­nen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 26. Novem­ber 2009 – III R 40/​07