Lebens­ver­si­che­run­gen zur Absi­che­rung eines Betriebs­kre­dits – und die Ein­kom­men­steu­er auf die Zinsen

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs im Urteil vom 12.10.2011 [1] haben Ansprü­che aus Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen län­ger als drei Jah­re der Siche­rung eines betrieb­li­chen Dar­le­hens gemäß § 10 Abs. 2 Satz 2 Buchst. c EStG gedient, wenn die objek­ti­ven Umstän­de des Ein­zel­falls erken­nen las­sen, dass der Steu­er­pflich­ti­ge den Ver­si­che­rungs­an­spruch tat­säch­lich zur Til­gung oder Siche­rung eines Kre­dits „ein­ge­setzt“ hat.

Lebens­ver­si­che­run­gen zur Absi­che­rung eines Betriebs­kre­dits – und die Ein­kom­men­steu­er auf die Zinsen

In die­ser Ent­schei­dung hat der BFH aus­drück­lich dar­auf abge­ho­ben, es kom­me auf die tat­säch­li­che Ver­wen­dung der Ansprü­che und nicht auf die recht­li­che Wirk­sam­keit zugrun­de lie­gen­der Abre­den an [2].

Von die­ser Recht­spre­chung ist damit offen­kun­dig auch der Sach­ver­halt erfasst, dass die Abtre­tungs- und Siche­rungs­ab­re­de nach Ablauf der Drei­jah­res­frist mit Rück­wir­kung gemäß § 142 Abs. 1 BGB ange­foch­ten wer­den und sich nach­träg­lich von Beginn an zivil­recht­lich als nich­tig darstellen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 17. August 2015 – VIII B 151/​14

  1. BFH, Urteil vom 12.10.2011 – VIII R 6/​10, BFH/​NV 2012, 716[]
  2. BFH, Urteil in BFH/​NV 2012, 716, Rz 19[]