Mitteilung zur Buchführungspflicht – und die Klage

Die Mitteilung nach § 141 Abs. 2 Satz 1 AO, durch die das Finanzamt auf die Verpflichtung hinweist, ab Beginn des nächsten Wirtschaftsjahres Bücher zu führen und auf Grund jährlicher Bestandsaufnahmen Abschlüsse zu machen, ist ein rechtsgestaltender Verwaltungsakt, gegen den die Anfechtungsklage (§ 40 Abs. 1 Variante 1 FGO) statthaft ist1.

Mitteilung zur Buchführungspflicht - und die Klage

Die Unternehmerin ist durch die Mitteilung auch beschwert. Eine auf § 141 AO gestützte Buchführungspflicht endet nicht allein durch ein Unterschreiten der Grenzwerte des § 141 Abs. 1 AO, sondern erst nach einer entsprechenden Feststellung der Finanzbehörden mit Ablauf des darauf folgenden Wirtschaftsjahres (§ 141 Abs. 2 Satz 2 AO; vgl. auch BFH, Beschluss in BFHE 251, 309, BStBl II 2016, 66, Rz 11; Märtens in Gosch, AO § 141 Rz 45).

Bundesfinanzhof, Urteil vom 14. November 2018 – I R 81/16

  1. vgl. BT-Drs. VI/1982, S. 124, rechte Spalte; BFH, Beschluss vom 15.10.2015 – I B 93/15, BFHE 251, 309, BStBl II 2016, 66, Rz 5; BFH, Beschluss vom 06.12 1979 – IV B 32/79, BFHE 129, 300, BStBl II 1980, 427; Märtens in Gosch, AO § 141 Rz 42 []