Mit­tel­ba­re Leis­tun­gen als Son­der­ver­gü­tun­gen des oHG-Gesell­schaf­ters

Wird die Geschäfts­füh­rung für eine OHG durch eine an die­ser nicht selbst betei­lig­te GmbH erle­digt, so sind die Zah­lun­gen der OHG an die GmbH für die­se Tätig­keit Son­der­ver­gü­tun­gen des Gesell­schaf­ters der OHG, wenn die­ser als Geschäfts­füh­rer der GmbH die Geschäfts­füh­rungs­auf­ga­ben für die OHG wahr­nimmt. Hat die GmbH neben der Geschäfts­füh­rung für die Per­so­nen­ge­sell­schaft einen wei­te­ren Tätig­keits­be­reich, gilt dies nur dann, wenn die Tätig­keit des Gesell­schaf­ters für die OHG hin­rei­chend von sei­ner Tätig­keit für den übri­gen Geschäfts­be­reich der GmbH abgrenz­bar ist. Die­se Vor­aus­set­zung ist erfüllt, wenn die OHG der GmbH die Auf­wen­dun­gen ersetzt, die die­ser für die im Inter­es­se der OHG erbrach­ten Tätig­kei­ten des Gesell­schaf­ters ent­stan­den sind.

Mit­tel­ba­re Leis­tun­gen als Son­der­ver­gü­tun­gen des oHG-Gesell­schaf­ters

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 14. Febru­ar 2006 – VIII R 40/​03