Mit­un­ter­neh­me­ri­sche Betriebs­auf­spal­tung

Über­lässt ein Ein­zel­ge­wer­be­trei­ben­der eine wesent­li­che Betriebs­grund­la­ge einer Per­so­nen­ge­sell­schaft, an der er beherr­schend betei­ligt ist, so gehört das über­las­se­ne Wirt­schafts­gut zum Son­der­be­triebs­ver­mö­gen des Gesell­schaf­ters bei der nut­zen­den Per­so­nen­ge­sell­schaft. Die Rechts­fol­gen einer mit­un­ter­neh­me­ri­schen Betriebs­auf­spal­tung wer­den ver­drängt.

Mit­un­ter­neh­me­ri­sche Betriebs­auf­spal­tung

Ver­mie­ten die Mit­ei­gen­tü­mer einer Bruch­teils­ge­mein­schaft ein Grund­stück als wesent­li­che Betriebs­grund­la­ge an eine von ihnen beherrsch­te Betriebs­ge­sell­schaft, so ist regel­mä­ßig davon aus­zu­ge­hen, dass sich die Mit­ei­gen­tü­mer zumin­dest kon­klu­dent zu einer GbR zusam­men­ge­schlos­sen haben.

Ver­mie­tet der Gesell­schaf­ter einer Besitz­per­so­nen­ge­sell­schaft ein ihm gehö­ren­des Wirt­schafts­gut an eine Betriebs­per­so­nen­ge­sell­schaft, an der er eben­falls (ggf. beherr­schend) betei­ligt ist, so stellt das über­las­se­ne Wirt­schafts­gut Son­der­be­triebs­ver­mö­gen I des Gesell­schaf­ters bei der Betriebs­per­so­nen­ge­sell­schaft dar. Die­se Zuord­nung geht der als Son­der­be­triebs­ver­mö­gen II bei der Besitz­per­so­nen­ge­sell­schaft vor.

Urteil vom 18. August 2005 IV R 59/​04