Nach­ho­lung des Betriebs­kos­ten­ab­zugs

Wird der Gewinn nicht mit­tels einer Bilanz, son­dern durch eine Ein­nah­me-Über­schuss-Rech­nung (§ 4 Abs. 3 EStG) ermit­telt, so kön­nen Anschaf­fungs- oder Her­stel­lungs­kos­ten für ein zum Umlauf­ver­mö­gen gehö­ren­des Grund­stück, die im Jahr der Zah­lung nicht gel­tend gemacht wor­den sind und infol­ge der Bestands­kraft der ent­spre­chen­den Ver­an­la­gung auch in die­sem Jahr nicht mehr gel­tend gemacht wer­den kön­nen, nicht ohne wei­te­res im Jahr der ers­ten „offe­nen“ Ver­an­la­gung abge­zo­gen wer­den. Das gilt auch dann, wenn der Abzug unter­blie­ben ist, weil der Steu­er­pflich­ti­ge fälsch­lich davon aus­ge­gan­gen ist, es hand­le sich bei dem ange­schaff­ten Wirt­schafts­gut um Pri­vat­ver­mö­gen.

Nach­ho­lung des Betriebs­kos­ten­ab­zugs

BFH, Urteil vom 30. Juni 2005 – IV R 20/​04