Nach­träg­li­che Berück­sich­ti­gung einer Rück­stel­lung

Eine Rück­stel­lung ist in der Steu­er­bi­lanz auch dann zu bil­den, wenn sie in der Han­dels­bi­lanz zu Unrecht nicht gebil­det wor­den ist.

Nach­träg­li­che Berück­sich­ti­gung einer Rück­stel­lung

Ein unrich­ti­ger Bilanz­an­satz ist grund­sätz­lich in der­je­ni­gen Schluss­bi­lanz zu kor­ri­gie­ren, in der er erst­mals auf­ge­tre­ten ist. Eine Nach­ho­lung der Kor­rek­tur nach dem Grund­satz des "for­mel­len Bilan­zen­zu­sam­men­hangs" kommt nur in Betracht, wenn und soweit die Schluss­bi­lan­zen für vor­an­ge­gan­ge­ne Jah­re Grund­la­gen für Steu­er­be­schei­de sind, die aus ver­fah­rens­recht­li­chen Grün­den nicht mehr geän­dert wer­den dür­fen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 13. Juni 2006 – I R 58/​05