PKW-Pri­vat­an­teil und GPS-Navi­ga­ti­ons­ge­rät

Ein werks­sei­tig in einen PKW ein­ge­bau­tes Navi­ga­ti­ons­sys­tem erhöht die Bemes­sungs­grund­la­ge für die Bewer­tung der Nut­zung eines betrieb­li­chen Kfz zu pri­va­ten Fahr­ten nach der 1‑v.H.-Regelung (ist also in die monat­lich für die Pri­vat­fahr­ten anzu­set­zen­den Beträ­ge mit auf­zu­neh­men).

PKW-Pri­vat­an­teil und GPS-Navi­ga­ti­ons­ge­rät

Dies war bis­her strei­tig, da die Navi­ga­ti­ons­ge­rä­te teil­wei­se als Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­rä­te im Sin­ne des § 3 Nr. 45 EStG ange­se­hen wur­den. Der Bun­des­fi­nanz­hof war nun jedoch der Auf­fas­sung, dass das Navi­ga­ti­ons­ge­rät so mit dem Wagen ver­bun­den wäre, dass es eine wirt­schaft­li­che Ein­heit bil­det und daher auch in die Bemes­sungs­grund­la­ge für die Berech­nung der Pri­vat­an­tei­le ein­zu­be­zie­hen sei.

Bemes­sungs­grund­la­ge für die Ermitt­lung der Pri­vat­an­tei­le nach der 1%-Regelung ist daher der Brut­to-Lis­ten­preis des PKW ein­schließ­lichs des Brut­to-Lis­ten­prei­ses des werk­sei­tig ein­ge­bau­ten Navi­ga­ti­ons­ge­rä­tes.

BFH, Urteil vom 16.02.2005 – VI R 37/​04)