Renn­sport-Dienst­wa­gen

Die Anwen­dung der sog. 1%-Regelung für pri­vat genutz­te Dienst­fahr­zeu­ge ist Gegen­stand zahl­rei­cher Ver­fah­ren vor den Finanz­ge­rich­ten. Einem aktu­el­len Ver­fah­ren des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf lag aller­dings ein unge­wöhn­li­cher Sach­ver­halt zugrun­de: Die Klä­ge­rin betreibt ein Unter­neh­men, des­sen Gegen­stand die Ent­wick­lung, die Pro­duk­ti­on und der Ver­trieb von Fahr­werks­tei­len ist. Im Rah­men der Lohn­steu­er-Außen­prü­fung stell­te das Finanz­amt fest, dass die Klä­ge­rin einem ihrer Arbeit­neh­mer, der weder Gesell­schaf­ter noch Geschäfts­füh­rer war, ein zu einem Renn­fahr­zeug umge­bau­tes Fahr­zeug zur Ver­fü­gung gestellt hat­te. Das Fahr­zeug ver­füg­te sowohl über eine Renn- als auch über eine Stra­ßen­zu­las­sung. Es gehör­te ursprüng­lich der Ehe­frau des Arbeit­neh­mers. Sie ver­äu­ßer­te es an eine Lea­sing­ge­sell­schaft, die das Auto an die Klä­ge­rin ver­leas­te. Die Klin. ermit­tel­te den Wert der pri­va­ten Nut­zung nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG (sog. 1%-Regelung) und unt erwarf ihn der Lohn­steu­er. Der Arbeit­neh­mer fuhr mit dem Fahr­zeug Ren­nen. Dar­über hin­aus wur­de es zu Wer­be­zwe­cken und für gele­gent­li­che Kun­den­fahr­ten genutzt. Sämt­li­che Kos­ten für das Fahr­zeug trug die Käge­rin. Das Finanz­amt ging davon aus, dass die Käge­rin dem Arbeit­neh­mer das Fahr­zeug zur Aus­übung sei­nes Hob­bys zur Ver­fü­gung stell­te und bewer­te­te den geld­wer­ten Vor­teil in Höhe der gesam­ten für das Auto ent­stan­de­nen Auf­wen­dun­gen. Der 11. Senat folg­te dem nicht und gab der Kla­ge statt.

Renn­sport-Dienst­wa­gen

Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 25. Sep­tem­ber 2008 – 11 K 698/​06 H(L