Stil­le Reser­ven bei der Ver­äu­ße­rung von Anla­ge­gü­tern

Die bei der Ver­äu­ße­rung eines Wirt­schafts­gu­tes auf­ge­deck­ten stil­len Reser­ven kön­nen gemäß § 6b EStG auf ein ande­res begüns­tig­tes Wirt­schafts­gut über­tra­gen wer­den. Wird die­se Über­tra­gung nicht im sel­ben Wirt­schafts­jahr vor­ge­nom­men, so kann der Steu­er­pflich­ti­ge eine den Gewinn min­dern­de Rück­la­ge bil­den. Die Bil­dung der Rück­la­ge ist in der Steu­er­bi­lanz oder der Anpas­sungs­rech­nung nach § 60 Abs. 2 Satz 1 EStDV des Steu­er­pflich­ti­gen nur zuläs­sig, wenn das steu­er­li­che Wahl­recht in Über­ein­stim­mung mit der Han­dels­bi­lanz aus­ge­übt wird, d.h., wenn in der Han­dels­bi­lanz ein ent­spre­chen­der Pas­siv­pos­ten (Son­der­pos­ten mit Rück­la­gen­an­teil, § 247 Abs. 3 HGB) aus­ge­wie­sen wird (Grund­satz der umge­kehr­ten Maß­geb­lich­keit, § 5 Abs. 1 Satz 2 EStG).

Stil­le Reser­ven bei der Ver­äu­ße­rung von Anla­ge­gü­tern

Über das genaue Pro­ze­de­re und die hier­bei zu beach­ten­den Vor­aus­set­zun­gen infor­miert ein neu­es BMF-Rund­schrei­ben vom 29. Febru­ar 2008.