Tei­l­an­teils­ver­äu­ße­rung ohne Betriebs­grund­la­gen

Wird bei der Über­tra­gung von Tei­l­an­tei­len an einer Frei­be­ruf­ler-GbR auf einen neu­en Gesell­schaf­ter das im Mit­ei­gen­tum der bei­den bis­he­ri­gen Gesell­schaf­ter ste­hen­de Pra­xis­grund­stück nicht (antei­lig) mit­ver­äu­ßert, schei­det die Tarif­be­güns­ti­gung des Ver­äu­ße­rungs­ge­winns aus der Tei­l­an­teils­ver­äu­ße­rung aus. Das Grund­stück gehört nicht zum Betriebs­ver­mö­gen einer von der Ver­äu­ße­rung nicht betrof­fe­nen Besitz­ge­sell­schaft im Sin­ne der Recht­spre­chung zur mit­un­ter­neh­me­ri­schen Betriebs­auf­spal­tung.

Tei­l­an­teils­ver­äu­ße­rung ohne Betriebs­grund­la­gen

Die Über­las­sung eines Pra­xis­grund­stücks sei­tens einer ganz oder teil­wei­se per­so­nen­iden­ti­schen Mit­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft an eine Frei­be­ruf­ler-GbR begrün­det kei­ne mit­un­ter­neh­me­ri­sche Betriebs­auf­spal­tung.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 10. Novem­ber 2005 IV R 29/​04