Über­höh­te Anspar­rück­la­ge

Wird eine Anspar­rück­la­ge über die gesetz­li­chen Höchst­gren­zen hin­aus gebil­det, ist sie gemäß § 7g Abs. 4 Satz 2 EStG in vol­ler Höhe (und mit dem Gewinn­zu­schlag nach § 7g Abs. 5 und 6 EStG) wie­der erfolgs­wirk­sam auf­zu­lö­sen.

Über­höh­te Anspar­rück­la­ge

Die erfolgs­wirk­sa­me Auf­lö­sung der geset­zes­wid­rig über­höht bean­spruch­ten Ans­parab­schrei­bung hängt davon ab, dass die Ände­rung der ursprüng­li­chen, die Ans­parab­schrei­bung berück­sich­ti­gen­den Steu­er­fest­set­zung oder Gewinn­fest­stel­lung aus­ge­schlos­sen ist. Solan­ge eine Ände­rung die­ses Bescheids mög­lich ist, gebie­tet es der Grund­satz der Besteue­rungs­gleich­heit, auch nach­träg­lich eine Inan­spruch­nah­me die­ser Steu­er­vergüns­ti­gung nur unter den gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen und ins­be­son­de­re in dem gesetz­lich vor­ge­se­he­nen Umfang zuzu­las­sen.

BFH, Urteil vom 28.04.2005 – IV R 30/​04