Über­füh­rung einer wesent­li­chen Betriebs­grund­la­ge in ein ande­res Betriebs­ver­mö­gen – und die Betriebs­auf­ga­be

Der Tat­be­stand der Betriebs­auf­ga­be ist nicht erfüllt, wenn im Zusam­men­hang mit der Betriebs­be­en­di­gung eine wesent­li­che Betriebs­grund­la­ge zum Buch­wert in ein ande­res (Son­der-)Betriebs­ver­mö­gen über­führt wird.

Über­füh­rung einer wesent­li­chen Betriebs­grund­la­ge in ein ande­res Betriebs­ver­mö­gen – und die Betriebs­auf­ga­be

Der Tat­be­stand der Betriebs­auf­ga­be setzt vor­aus, dass sämt­li­che wesent­li­che Betriebs­grund­la­gen an ver­schie­de­ne Erwer­ber ver­äu­ßert oder ins Pri­vat­ver­mö­gen über­führt wer­den 1. Im hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall ist aber das Grund­stück, das als wesent­li­che Betriebs­grund­la­ge anzu­se­hen ist, weder ver­äu­ßert noch gewinn­rea­li­sie­rend ins Pri­vat­ver­mö­gen über­führt wor­den. Viel­mehr ist es gemäß § 6 Abs. 5 Satz 2 EStG zum Buch­wert in das Son­der­be­triebs­ver­mö­gen des Klä­gers bei einer aty­pisch stil­len Gesell­schaft über­ge­gan­gen. Dies schließt die Annah­me einer Betriebs­auf­ga­be aus 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 29. Novem­ber 2017 – X R 8/​16

  1. BFH, Urteil vom 03.09.2009 – IV R 17/​07, BFHE 227, 293, BSt­Bl II 2010, 631, Rz 36
  2. BFH, Urteil vom 05.02.2014 – X R 22/​12, BFHE 244, 49, BSt­Bl II 2014, 388, Rz 17, m.w.N.