Unter­neh­mens­steu­er­re­form 2008

Der wis­sen­schaft­li­che Bei­rat hat eine Stel­lung­nah­me zu der von der Bun­des­re­gie­rung geplan­ten Unter­neh­mens­steu­er­re­form 2008 vor­ge­legt, die durch­aus lesens­wert ist.

Unter­neh­mens­steu­er­re­form 2008

Es sind vor allem fis­ka­li­sche Erwä­gun­gen, wel­che die Bun­des­re­gie­rung von einer
eigent­lich drin­gend gebo­te­nen umfas­sen­den Reform der Ein­kom­mens- und
Unter­neh­mens­be­steue­rung abhal­ten.

Auch wenn die nun geplan­ten Maß­nah­men kei­ne Reform aus einem Guss
dar­stel­len, so ist zunächst die Absicht zu begrü­ßen, die Tarif­be­las­tung der
Gewin­ne von Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten zu sen­ken. Dies ist ein rich­ti­ger und wich­ti­ger
Schritt, weil damit steu­er­li­che Anrei­ze abneh­men, Inves­ti­tio­nen und
Arbeits­plät­ze in Nied­rig­steu­er­län­der zu ver­la­gern und Gewin­ne im Aus­land zu
ver­steu­ern. Die Gewinn­steu­er­be­las­tung deut­scher Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten wür­de
bei dem ange­streb­ten Satz von 30 Pro­zent aller­dings immer noch 5
Pro­zent­punk­te über dem der­zei­ti­gen EU-Schnitt lie­gen.