Ver­le­ger als Lieb­ha­ber?

Ist die Auf­nah­me der Ver­lags­tä­tig­keit für nur einen Schrift­stel­ler pri­va­te Lieb­ha­be­rei oder aber eine steu­er­lich beacht­li­che gewerb­li­che Tätig­keit? Die Lösung des Bun­des­fi­nanz­hofs in einem Fall, in dem es um den Abzug von Ver­lus­ten aus einer sol­chen Tätig­keit ging:

Ver­le­ger als Lieb­ha­ber?

Beruht die Ent­schei­dung zur Neu­grün­dung eines Gewer­be­be­triebs im Wesent­li­chen auf den per­sön­li­chen Inter­es­sen und Nei­gun­gen des Steu­er­pflich­ti­gen, so sind die ent­ste­hen­den Ver­lus­te nur dann für die Dau­er einer betriebs­spe­zi­fi­schen Anlauf­pha­se steu­er­lich zu berück­sich­ti­gen, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge zu Beginn sei­ner Tätig­keit ein schlüs­si­ges Betriebs­kon­zept erstellt hat, das ihn zu der Annah­me ver­an­las­sen durf­te, durch die gewerb­li­che Tätig­keit wer­de er ins­ge­samt ein posi­ti­ves Gesamt­ergeb­nis erzie­len kön­nen.

Als betriebs­spe­zi­fi­sche Anlauf­zeit bis zum Erfor­der­lich­wer­den grö­ße­rer Kor­rek­tur- und Umstruk­tu­rie­rungs­maß­nah­men wird ein Zeit­raum von weni­ger als fünf Jah­ren nur im Aus­nah­me­fall in Betracht kom­men.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 23. Mai 2007 – X R 33/​04