Ver­pach­tung eines Wein­bau­be­triebs – und die Betriebsaufgabe

Im Fall einer ‑auch par­zel­len­wei­sen- Ver­pach­tung eines land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs im Gan­zen ist grund­sätz­lich ohne zeit­li­che Begren­zung so lan­ge von einer Fort­füh­rung des Betriebs aus­zu­ge­hen, wie eine Betriebs­auf­ga­be nicht erklärt wor­den ist und die Mög­lich­keit besteht, den Betrieb fort­zu­füh­ren [1].

Ver­pach­tung eines Wein­bau­be­triebs – und die Betriebsaufgabe

Für die Annah­me der Fort­füh­rung eines land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs kann es genü­gen, dass die maß­geb­li­chen Grund­la­gen des Betriebs in Gestalt des Grund und Bodens, der Wirt­schafts­ge­bäu­de und der Hof­s­tel­le ver­pach­tet sind, wäh­rend das leben­de und tote Inven­tar schon im Hin­blick auf die nor­ma­le Dau­er von Land­pacht­ver­trä­gen ver­äu­ßert wird [2].

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 21. Dezem­ber 2016 – IV R 45/​13

  1. vgl. z.B. BFH, Urteil vom 19.03.2009 – IV R 45/​06, BFHE 225, 334, BStBl II 2009, 902, und ‑für einen land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betrieb- BFH, Urteil in BFHE 152, 62, BStBl II 1988, 260[]
  2. näher BFH, Urteil in BFHE 152, 62, BStBl II 1988, 260[]