Vier-Kon­ten-Modell und Ver­lust­aus­gleichs­be­schrän­kung bei der Kom­man­dit­ge­sell­schaft

Leis­tet der Kom­man­di­tist zusätz­lich zu der im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­nen, nicht voll ein­ge­zahl­ten Haft­ein­la­ge eine wei­te­re Bar­ein­la­ge, so kann er im Wege einer nega­ti­ven Til­gungs­be­stim­mung die Rechts­fol­ge her­bei­füh­ren, dass die Ein­la­ge nicht mit der ein­ge­tra­ge­nen Haft­sum­me zu ver­rech­nen ist, son­dern im Umfang ihres Wer­tes die Ent­ste­hung oder Erhö­hung eines nega­ti­ven Kapi­tal­kon­tos ver­hin­dert und auf die­se Wei­se nach § 15a Abs. 1 Satz 1 EStG zur Aus­gleichs- und Abzugs­fä­hig­keit von Ver­lus­ten führt.

Vier-Kon­ten-Modell und Ver­lust­aus­gleichs­be­schrän­kung bei der Kom­man­dit­ge­sell­schaft

Wird das im Rah­men eines sog. Vier-Kon­ten-Modells ein­ge­rich­te­te "Dar­le­hens­kon­to" eines Gesell­schaf­ters infol­ge von gesell­schafts­ver­trag­lich nicht vor­ge­se­he­nen Aus­zah­lun­gen nega­tiv, so weist das nun­mehr akti­vi­sche "Dar­le­hens­kon­to" eine For­de­rung der Gesell­schaft gegen­über dem Gesell­schaf­ter aus mit der Fol­ge, dass es in die Ermitt­lung des Kapi­tal­kon­tos des Kom­man­di­tis­ten nach § 15a Abs. 1 EStG nicht ein­zu­be­zie­hen ist.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 16. Okto­ber 2008 – IV R 98/​06