Vor­weg­ge­nom­me­ne Betriebs­aus­ga­ben

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des BFH kön­nen Auf­wen­dun­gen als vor­weg­ge­nom­me­ne Betriebs­aus­ga­ben oder Wer­bungs­kos­ten steu­er­min­dernd berück­sich­tigt wer­den, wenn mit den Auf­wen­dun­gen nicht nur irgend­ei­ne noch unsi­che­re Ein­kom­mens­quel­le ange­strebt wird, son­dern eine klar erkenn­ba­re Bezie­hung zwi­schen den Auf­wen­dun­gen und einer bestimm­ten Ein­kunfts­art besteht.

Vor­weg­ge­nom­me­ne Betriebs­aus­ga­ben

Es bedarf eines hin­rei­chend kon­kre­ten, objek­tiv fest­stell­ba­ren Ver­an­las­sungs­zu­sam­men­hangs mit spä­te­ren Ein­nah­men 1.

Eine wahl­wei­se, letzt­lich spe­ku­la­ti­ve Zuord­nung der Auf­wen­dun­gen zu ent­we­der die­ser oder jener Ein­kunfts­art, ohne dass auch nur fest­stün­de, ob über­haupt jemals eine Ein­kunfts­art ver­wirk­licht wer­den wird, ermög­licht die Berück­sich­ti­gung als vor­weg­ge­nom­me­ne Betriebs­aus­ga­ben oder Wer­bungs­kos­ten nicht.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 18. Juni 2015 – X B 20/​15

  1. vgl. grund­le­gend bereits BFH, Urteil vom 03.11.1961 – VI 196/​60 U, BFHE 74, 319, BSt­Bl III 1962, 123; wei­ter u.a. Urtei­le vom 13.02.2003 – IV R 44/​01, BFHE 201, 495, BSt­Bl II 2003, 698; vom 18.08.2010 – X R 30/​07, BFH/​NV 2011, 215; vom 30.10.2014 – IV R 34/​11, BFHE 247, 418, BSt­Bl II 2015, 380; vgl. auch Vor­la­ge­be­schlüs­se vom 17.07.2014 – VI R 2/​12, BFHE 247, 25, BFH/​NV 2014, 1954, und – VI R 8/​12, BFHE 247, 64, BFH/​NV 2014, 1970, jeweils m.w.N.[]