Gemein­de­be­schei­ni­gun­gen in Sanie­rungs­ge­bie­ten

Für die Inan­spruch­nah­me von Son­der­ab­schrei­bun­gen wegen Moder­ni­sie­rungs- oder Instand­set­zungs­ar­bei­ten bei denk­mal­ge­schütz­ten Gebäu­den oder bei Gebäu­den in förm­li­chen Sanie­rungs­ge­bie­ten ist jeweils eine ent­spre­chen­de Beschei­ni­gung der ört­li­chen Gemein­de über eben die­se durch­ge­führ­ten Moder­ni­sie­rungs- oder Instand­set­zungs­ar­bei­ten erfor­der­lich. Soweit die­se Beschei­de rei­chen, hat das zustän­di­ge Finanz­amt kei­ne eige­ne Prü­fungs­kom­pe­tenz, wie der Bun­des­fi­nanz­hof in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil ein­deu­tig fest­stell­te:

Gemein­de­be­schei­ni­gun­gen in Sanie­rungs­ge­bie­ten

Die­se Beschei­ni­gung der zustän­di­gen Gemein­de­be­hör­de gemäß § 7h Abs. 2 EStG stellt einen Grund­la­gen­be­scheid dar, bei des­sen Erlass allein die Gemein­de­be­hör­de prüft, ob Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men und Instand­set­zungs­maß­nah­men i.S. des § 177 Bau­GB durch­ge­führt wur­den.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 22. Sep­tem­ber 2005 – IX R 13/​04