Das Ver­an­la­gungs­wahl­recht von Ehe­gat­ten nach einem Ände­rungs­be­scheid

Das Ver­an­la­gungs­wahl­recht von Ehe­gat­ten nach § 26 Abs. 1 Satz 1 EStG kann auch noch im Rah­men einer Ände­rungs­ver­an­la­gung neu aus­ge­übt wer­den 1.

Das Ver­an­la­gungs­wahl­recht von Ehe­gat­ten nach einem Ände­rungs­be­scheid

Wird das Ver­an­la­gungs­wahl­recht nach einer Ände­rungs­fest­set­zung durch die Ehe­gat­ten neu aus­ge­übt, löst die­se Wahl zwar die Rechts­fol­gen der §§ 26a bis 26c EStG aus. Danach ist der Bescheid über die getrenn­te Ver­an­la­gung (§ 26a EStG) –ohne dass bezüg­lich der geän­der­ten Wahl­rechts­aus­übung die Beschrän­kung des § 351 Abs. 1 AO ein­greift 2– inso­weit zu ändern, als er durch die nun­mehr durch­zu­füh­ren­de Zusam­men­ver­an­la­gung (§ 26b EStG) rechts­wid­rig gewor­den ist. Im Übri­gen blei­ben aber die Besteue­rungs­grund­la­gen unbe­rührt 1. Dies bedeu­tet, dass der Steu­er­pflich­ti­ge und das Finanz­amt an die von der Ände­rungs­vor­schrift nicht betrof­fe­nen Besteue­rungs­grund­la­gen gebun­den blei­ben 3.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 31. Janu­ar 2013 – III R 15/​10

  1. BFH, Urteil in BFHE 171, 407, BSt­Bl II 1993, 824[][]
  2. BFH, Urteil vom 25.06.1993 – III R 32/​91, BFHE 171, 407, BSt­Bl II 1993, 824[]
  3. Schmidt/​Seeger, EStG, 31. Aufl., § 26 Rz 31, 25[]