Absetz­bar­keit von Steu­er­be­ra­ter­kos­ten

Der Streit um die Abzieh­bar­keit pri­va­ter Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten geht in eine neue Run­de. Seit weni­gen Tagen ist das ers­te Revi­si­ons­ver­fah­ren beim Bun­des­fi­nanz­hof anhän­gig, in dem dar­um gestrit­ten wird, ob pri­va­te Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten wei­ter­hin steu­er­lich gel­tend­ge­macht wer­den kön­nen. Hin­ter­grund die­ses Streits ist die Strei­chung des § 10 Absatz 1 Nr. 6 EStG durch das „Gesetz zum Ein­stieg in ein steu­er­li­ches Sofort­pro­gramm“ vom 22. Dezem­ber 2005. Seit­her sol­len pri­va­te Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten nicht mehr als soge­nann­te Son­der­aus­ga­ben gel­ten.

Absetz­bar­keit von Steu­er­be­ra­ter­kos­ten

Die Anhän­gig­keit des Ver­fah­rens beim Bun­des­fi­nanz­hof hat zur Fol­ge, dass Ein­sprü­che gegen Ein­kom­men­steu­er­be­schei­de, mit denen der Abzug pri­va­ter Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten begehrt wird, grund­sätz­lich gemäß § 363 Absatz 2 Satz 2 AO ruhen. Ein­sprü­che, die unter Hin­weis auf das Ver­fah­ren BFH X R 10/​08 auf die­sel­be Rechts­fra­ge gestützt wer­den, dür­fen inso­weit nicht zurück­ge­wie­sen wer­den.

Bun­des­fi­nanz­hof – X R 10/​08