Abtre­tung des Kin­der­geld­an­spruchs als den ande­ren Eltern­teil

Die Abtre­tung erfasst nicht die gesam­te Rechts­stel­lung des Kin­der­geld­be­rech­tig­ten. Über­tra­gen wer­den kann nur der Zah­lungs­an­spruch im Aus­zah­lungs­ver­fah­ren, nicht die Antrags­be­rech­ti­gung im Fest­set­zungs­ver­fah­ren.

Abtre­tung des Kin­der­geld­an­spruchs als den ande­ren Eltern­teil

Zwar kann der Anspruch auf Kin­der­geld als Steu­er­ver­gü­tung (§ 31 Satz 3 EStG) unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen abge­tre­ten wer­den (vgl. § 46 AO). Die Abtre­tung erfasst indes nicht die gesam­te Rechts­stel­lung des Kin­der­geld­be­rech­tig­ten. Über­tra­gen wer­den kann nur der Zah­lungs­an­spruch im Aus­zah­lungs­ver­fah­ren, nicht die Antrags­be­rech­ti­gung im Fest­set­zungs­ver­fah­ren 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 23. August 2016 – V R 19/​15

  1. vgl. BFH, Urtei­le vom 21.03.1975 – VI R 238/​71, BFHE 115, 413, BSt­Bl II 1975, 669, unter 2.; vom 18.08.1998 – VII R 114/​97, BFHE 187, 1, BSt­Bl II 1999, 84, unter II. 1.b; vom 16.04.2013 – VII R 44/​12, BFHE 241, 291, BSt­Bl II 2013, 778, Rz 16; BFH, Beschluss vom 15.12 2008 – VII B 155/​08, BFH/​NV 2009, 715[]