Ände­run­gen bei der Ries­ter­ren­te

Der 1. Janu­ar 2006 mar­kiert den Beginn der drit­ten Stu­fe der "Ries­ter-Trep­pe". Die staat­li­chen Zula­gen und der Son­der­aus­ga­ben­höchst­be­trag wer­den wei­ter erhöht. Die Grund­zu­la­ge steigt von 76 auf 114 Euro und die Kin­der­zu­la­ge von 92 auf 138 Euro pro Kind. Son­der­aus­ga­ben kön­nen bis zu einem Höchst­be­trag von 1.575 Euro gel­tend gemacht wer­den.

Ände­run­gen bei der Ries­ter­ren­te

Gleich­zei­tig müs­sen zukünf­tig Män­ner und Frau­en bei glei­chen Bei­trä­gen auch die glei­chen monat­li­chen Leis­tun­gen bei Abschluss einer "Ries­ter­ren­te" erhal­ten. Dafür sor­gen die für Neu­ab­schlüs­se ab 2006 vor­ge­schrie­be­nen so genann­ten "Uni­sex-Tari­fe".

Das wird durch das Alters­ein­künf­te­ge­setz, das bereits am 1. Janu­ar 2005 in Kraft trat, ab dem 1. Janu­ar 2006 sicher­ge­stellt. Zer­ti­fi­zier­te Alters­vor­sor­ge­ver­trä­ge, die nach dem 31. Dezem­ber 2005 abge­schlos­sen wer­den, müs­sen dann sol­che Tari­fe vor­se­hen.

Die zusätz­li­che pri­va­te Alters­vor­sor­ge wird damit ins­be­son­de­re für Frau­en attrak­ti­ver. Bis­lang muss­ten Frau­en unter Beru­fung auf ihre im Durch­schnitt um gut vier Jah­re höhe­re Lebens­er­war­tung bei Ries­ter­ren­ten-Ver­trä­gen einen höhe­ren Bei­trag als Män­ner zah­len um die glei­chen Leis­tun­gen zu erhal­ten bzw. bei glei­chen Bei­trä­gen erhiel­ten sie weni­ger Ren­te.

Auf bereits abge­schlos­se­ne Ver­trä­ge haben die Ände­run­gen kei­ne Aus­wir­kun­gen. Es besteht bei vor dem 1. Janu­ar 2006 abge­schlos­se­nen zer­ti­fi­zier­ten Alters­vor­sor­ge­ver­trä­gen weder die Ver­pflich­tung zur Umstel­lung auf Uni­sex-Tari­fe noch ent­fällt die steu­er­li­che För­der­bar­keit der Bei­trä­ge, wenn nicht umge­stellt wird. Eini­gen sich Anle­ger und Anbie­ter jedoch ein­ver­nehm­lich auf eine ent­spre­chen­de Über­nah­me, so ist dies ohne eine erneu­te Zer­ti­fi­zie­rung des Ver­tra­ges mög­lich.