Arbeits­zim­mer im Dach­ge­schoß

Wer­den im Dach­ge­schoss eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses Räum­lich­kei­ten, die nicht zur Pri­vat­woh­nung des Steu­er­pflich­ti­gen gehö­ren, als Arbeits­zim­mer genutzt, so han­delt es sich nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs hier­bei im Regel­fall um ein "außer­häus­li­ches" Arbeits­zim­mer, das nicht unter die Abzugs­be­schrän­kung des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG fällt.

Arbeits­zim­mer im Dach­ge­schoß

Etwas ande­res kann dann gel­ten, wenn die Räum­lich­kei­ten auf­grund der unmit­tel­ba­ren räum­li­chen Nähe mit den pri­va­ten Wohn­räu­men des Steu­er­pflich­ti­gen als gemein­sa­me Wohn­ein­heit ver­bun­den sind. Ob eine sol­che gemein­sa­me Wohn­ein­heit vor­liegt, ist von den Finanz­ge­rich­ten auf­grund wer­ten­der Betrach­tung zu ent­schei­den.

Nutzt ein Steu­er­pflich­ti­ger ein Arbeits­zim­mer im Rah­men meh­re­rer Ein­kunfts­ar­ten, so sind die dar­auf getä­tig­ten Auf­wen­dun­gen ent­spre­chend den tat­säch­li­chen Nut­zungs­an­tei­len auf die ver­schie­de­nen Ein­nah­me­quel­len auf­zu­tei­len.

BFH, Urteil vom 18. August 2005 – VI R 39/​04