Arbeits­zim­mer im eige­nen Mehr­fa­mi­li­en­haus

Die Kos­ten eines Arbeits­zim­mers, das in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus auf einer ande­ren Eta­ge als die Pri­vat­woh­nung des Steu­er­pflich­ti­gen liegt, kön­nen nach einem Urteil des Finanz­ge­richts Köln unbe­schränkt steu­er­lich abge­zo­gen wer­den, weil es sich hier­bei um ein „außer­häus­li­ches“ Arbeits­zim­mer han­delt. Dies gilt zumin­dest dann, wenn kei­ne Ver­bin­dung mit den pri­va­ten Wohn­räu­men besteht.

Arbeits­zim­mer im eige­nen Mehr­fa­mi­li­en­haus

Die Klä­ger des jetzt vom FG Köln ent­schie­de­nen Falls wohn­ten im Erd­ge­schoss eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses. Im 1. OG befand sich eine Woh­nung, die an die Mut­ter des Klä­gers vermie­tet war und ein klei­nes, abge­trenn­tes Appar­te­ment, das der Klä­ger als Arbeits­zim­mer nutz­te. Einen direk­ter Zugang von der Erd­ge­schoss­woh­nung zum Arbeits­zim­mer bestand nicht. Der Senat schloss sich nicht der Auf­fas­sung des Finanz­am­tes an, dass im Streit­fall schon des­halb ein sog. „häus­li­ches“ Arbeits­zim­mer anzu­neh­men sei, weil das Zim­mer sich auf einer unmit­tel­bar angren­zen­den Eta­ge befun­den habe.

Das Finanz­ge­richt hat in sei­nem Urteil die Revi­si­on zum Bun­des­fi­nanz­hof in München zuge­las­sen.

Finanz­ge­richt Köln, Urteil vom 29.8.2007 – 10 K 839/​04

Kos­ten für ein „häus­li­ches“ Arbeits­zim­mer kön­nen ab 2007nur noch aus­nahms­wei­se dann steu­er­lich abge­zo­gen wer­den, wenn das häus­li­che Arbeits­zim­mer den Mit­tel­punkt der gesam­ten beruf­li­chen und betrieb­li­chen Betä­ti­gung des Steu­er­pflich­ti­gen bil­det. Die Abgren­zung zwi­schen einem „häus­li­chen“ und einem „außer­häus­li­chen“ Arbeits­zim­mer wur­de damit noch wich­ti­ger.