Aussagekraft einer amtlichen Unterhaltsbescheinigung

Klagen wegen der Nichtanerkennung von Unterhaltsaufwendungen für im Ausland wohnende nahe Angehörige beschäftigen häufig die Finanzgerichte. So hatte das Finanzgericht Düsseldorf über einen Fall zu entscheiden, in dem die Kläger Aufwendungen für nahe Angehörige in Serbien als außergewöhnliche Belastung geltend machen.

Aussagekraft einer amtlichen Unterhaltsbescheinigung

Das FG urteilte, dass Aufwendungen für nahe Angehörige in Serbien nicht als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden können, wenn nicht mit der dafür erforderlichen Sicherheit festgestellt werden könne, dass die Aufwendungen Unterhaltsleistungen darstellen. Die Steuerpflichtigen hätten nicht nachgewiesen, dass sie gegenüber den Zahlungsempfängern unterhaltsverpflichtet waren. Aus den von den Klägern vorgelegten amtlichen Unterhaltsbescheinigungen werde nicht deutlich, dass die Angehörigen tatsächlich über kein eigenes Einkommen verfügen.

Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 7. November 2008 – 12 K 4701/07 E