Dar­lehnszin­sen und Lebens­ver­si­che­rung

Wird ein Dar­le­hen, zu des­sen Besi­che­rung Ansprü­che aus Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­run­gen ein­ge­setzt wer­den und das auf­ge­nom­men wird, um die Ein­la­ge eines wesent­lich betei­lig­ten GmbH-Gesell­schaf­ters zu finan­zie­ren, zunächst auf ein ver­zins­li­ches Giro­kon­to des Gesell­schaf­ters ein­ge­zahlt, so erfüllt das Dar­le­hen nicht die Vor­aus­set­zun­gen des § 10 Abs. 2 Satz 2 Buchst. a EStG. Es kommt nicht dar­auf an, dass For­de­run­gen auf Giro­kon­ten wegen deren gering­fü­gi­ger Gut­ha­ben­ver­zin­sung unter Umstän­den nicht geeig­net sind, eine Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht zu begrün­den.

Dar­lehnszin­sen und Lebens­ver­si­che­rung

Es ist nicht erkenn­bar, wes­halb die Zah­lung auf ein Giro­kon­to des Gesell­schaf­ters bei nach­fol­gen­der Über­wei­sung der Dar­le­hens­mit­tel auf ein Kon­to der GmbH ledig­lich ein „not­wen­di­ges Durch­gangs­sta­di­um im Rah­men einer wirt­schaft­lich sinn­vol­len Zah­lungs­ge­stal­tung“ dar­stel­len soll.

Wird ein durch eine Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung abge­si­cher­tes Dar­le­hen teil­wei­se steu­er­schäd­lich ver­wen­det, sind die Zin­sen aus der Lebens­ver­si­che­rung in vol­lem Umfang nach § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG steu­er­pflich­tig.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 4. Juli 2007 – VIII R 46/​06