Das häus­li­che Arbeits­zim­mer des Ver­mie­ters

Gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 1 EStG sind Auf­wen­dun­gen für ein häus­li­ches Arbeits­zim­mer sowie die Kos­ten der Aus­stat­tung nicht als Betriebs­aus­ga­ben abzugs­fä­hig.

Das häus­li­che Arbeits­zim­mer des Ver­mie­ters

Das gilt nicht, wenn die betrieb­li­che oder beruf­li­che Nut­zung des Arbeits­zim­mers mehr als 50 % der gesam­ten betrieb­li­chen oder beruf­li­chen Tätig­keit beträgt oder wenn für die betrieb­li­che oder beruf­li­che Tätig­keit kein ande­rer Arbeits­platz zur Ver­fü­gung steht (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG).

In die­sem Fall wird die Höhe der abzieh­ba­ren Auf­wen­dun­gen auf 1.250 € begrenzt; die Beschrän­kung der Höhe nach gilt nicht, wenn das Arbeits­zim­mer den Mit­tel­punkt der gesam­ten betrieb­li­chen und beruf­li­chen Betä­ti­gung bil­det (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 3 EStG). Dies gilt gemäß § 9 Abs. 5 Satz 1 EStG ent­spre­chend für den Wer­bungs­kos­ten­ab­zug.

Häus­li­ches Arbeits­zim­mer i.S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG ist ein Raum, der sei­ner Aus­stat­tung nach der Erzie­lung von Ein­nah­men dient und aus­schließ­lich oder nahe­zu aus­schließ­lich zur Erzie­lung von Ein­künf­ten genutzt wird [1]. Auf die dor­ti­gen Aus­füh­run­gen wird zur Ver­mei­dung von Wie­der­ho­lun­gen ver­wie­sen.

Nach die­sen Grund­sät­zen waren in dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Streit­fall die Auf­wen­dun­gen für das häus­li­che Arbeits­zim­mer nicht ‑auch nicht antei­lig- als Wer­bungs­kos­ten abzieh­bar:

Unstrei­tig liegt zwar ein sei­ner Aus­stat­tung nach der Ein­künf­te­er­zie­lung die­nen­der Raum vor. Auch stand dem Klä­ger jeden­falls kein ande­rer Arbeits­platz für sei­ne Tätig­keit im Rah­men der Ver­mie­tung und Ver­pach­tung zur Ver­fü­gung. Jedoch nutz­te der Klä­ger den streit­be­fan­ge­nen Raum nicht (nahe­zu) aus­schließ­lich für Ver­mie­tungs­zwe­cke, son­dern auch zu 40 % zu pri­va­ten Zwe­cken.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 16. Febru­ar 2016 – IX R 23/​12

  1. BFH, Beschluss vom 27.07.2015 – GrS 1/​14, BFHE 251, 408, Rz 62 ff., 81[]