Das häus­li­che Arbeits­zim­mer eines Kapi­tal­an­le­gers

Auf­wen­dun­gen eines Steu­er­pflich­ti­gen für ein häus­li­ches Arbeits­zim­mer sind nicht des­halb bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen in vol­ler Höhe abzu­zie­hen, weil der Steu­er­pflich­ti­ge Anla­ge­ent­schei­dun­gen aus­schließ­lich im Arbeits­zim­mer trifft.

Das häus­li­che Arbeits­zim­mer eines Kapi­tal­an­le­gers

§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG in der bis zum Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2006 gel­ten­den Fas­sung ist gemäß § 9 Abs. 5 EStG auf die Ein­künf­te aus Kapi­tal­ver­mö­gen mit der Maß­ga­be sinn­ge­mäß anzu­wen­den, dass bei der Bestim­mung des Mit­tel­punkts der gesam­ten betrieb­li­chen oder beruf­li­chen Tätig­keit auf die gesam­te der Erzie­lung von Ein­künf­ten die­nen­de Tätig­keit des Steu­er­pflich­ti­gen abzu­stel­len ist.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 27. März 2009 – VIII B 184/​08