Deutsch­kurs für Aus­län­der

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat jetzt ent­schie­den, dass Auf­wen­dun­gen eines in Deutsch­land leben­den Aus­län­ders für das Erler­nen der deut­schen Spra­che zu den nicht­ab­zieh­ba­ren Kos­ten der Lebens­füh­rung gehö­ren. Dies gilt auch dann, wenn aus­rei­chen­de Deutsch­kennt­nis­se für einen ange­streb­ten Aus­bil­dungs­platz för­der­lich sind.

Deutsch­kurs für Aus­län­der

Klä­ge­rin war im Streit­fall eine thai­län­di­sche Staats­bür­ge­rin, die seit der Ehe­schlie­ßung mit einem Deut­schen in Deutsch­land lebt. Um einen Aus­bil­dungs­platz zu erhal­ten, nahm sie im Jahr 2001 an Deutsch­kur­sen der Volks­hoch­schu­le teil. Die für die Sprach­kur­se ange­fal­le­nen Kos­ten mach­te die Klä­ge­rin steu­er­lich gel­tend. Der BFH sah (im Gegen­satz zur Vor­in­stanz) die Auf­wen­dun­gen auf­grund des pri­va­ten Nut­zens der Deutsch­kur­se als nicht­ab­zieh­ba­ren Kos­ten der Lebens­füh­rung an. Die in den Deutsch­kur­sen erwor­be­nen Sprach­kennt­nis­se ermög­lich­ten der Klä­ge­rin die sozia­le Inte­gra­ti­on im pri­va­ten All­tag und eine erfolg­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on im enge­ren pri­va­ten Umfeld.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 15. März 2007 – VI R 14/​04