Die Sport­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung des Profi-Fußballers

Die Bei­trä­ge eines Pro­fi­sport­lers für eine Sport­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung stel­len kei­ne Wer­bungs­kos­ten dar.

Die Sport­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung des Profi-Fußballers

In dem hier vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen Fall woll­te der kla­gen­de Pro­fi-Fuß­bal­ler die Prä­mi­en für sei­ne Sport­un­fä­hig­keits­ver­si­che­run­gen von der Steu­er abset­zen. Die Ver­si­che­run­gen sahen Leis­tun­gen für den Fall vor, dass der Pro­fi-Fuß­bal­ler auf­grund eines Unfalls oder einer Krank­heit vor­über­ge­hend oder dau­er­haft sei­nen Sport nicht aus­üben kann. Eine Beschrän­kung auf berufs­spe­zi­fi­sche Krank­heits- oder Unfall­ri­si­ken ent­hiel­ten die Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen nicht. Der Pro­fi-Fuß­bal­ler argu­men­tier­te, dass wegen sei­ner Tätig­keit als Fuß­bal­ler erhöh­te Risi­ken für sei­ne Gesund­heit bestün­den. Bei jeder Art von Erkran­kung oder Ver­let­zung kön­ne er sei­nen Beruf nicht mehr in der gewohn­ten Wei­se ausführen.

Wie auch zuvor das Finanz­amt lehn­te das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf den Abzug der Ver­si­che­rungs­bei­trä­ge als Wer­bungs­kos­ten ab. Es han­de­le sich um Son­der­aus­ga­ben mit der Fol­ge, dass sich die Ver­si­che­rungs­bei­trä­ge wegen der gel­ten­den Höchst­be­trä­ge steu­er­lich nicht aus­wirk­ten. Auch einen teil­wei­sen Abzug der Auf­wen­dun­gen als Wer­bungs­kos­ten lehn­ten die Rich­ter ab.

Der Pro­fi-Fuß­bal­ler habe nicht nur berufs­ty­pi­sche Risi­ken abge­si­chert. Vom Ver­si­che­rungs­um­fang sei­en auch im pri­va­ten Bereich ver­ur­sach­te Unfäl­le und Erkran­kun­gen erfasst. Die Ver­si­che­rung die­ne dem Aus­gleich krank­heits­be­ding­ter Ein­nah­me­aus­fäl­le. Das Risi­ko, den Lebens­stan­dard nicht län­ger durch die eige­ne Erwerbs­tä­tig­keit sichern zu kön­nen, gehö­re zum Bereich der pri­va­ten Lebensführung.

Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 12. Janu­ar 2021 – 10 K 2192/​17 E

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