Dop­pel­te Haus­halts­füh­rung bei kin­der­lo­sen, nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaf­ten

Bei kin­der­lo­sen, nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaf­ten ist die Aner­ken­nung einer „Dop­pel­ten Haus­halt­füh­rung” oft­mals schwie­rig, da die Finanz­ver­wal­tung an der beruf­li­chen Ver­an­las­sung zwei­felt.

Dop­pel­te Haus­halts­füh­rung bei kin­der­lo­sen, nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaf­ten

Dies zeigt auch ein aktu­ell vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­ner Fall. Dort hat­te das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­den, dass bei einem Steu­er­pflich­ti­gen, der neben sei­ner fort­be­stehen­den Woh­nung am Beschäf­ti­gungs­ort ohne zeit­li­chen Zusam­men­hang mit der Geburt eines gemein­sa­men Kin­des einen wei­te­ren Haus­stand am Wohn­ort sei­ner Lebens­ge­fähr­tin begrün­de, das aus­lö­sen­de Ele­ment für die Auf­split­te­rung des Woh­nens auf zwei Haus­hal­te im gemein­sa­men Zusam­men­le­ben lie­ge und daher pri­vat und nicht beruf­lich ver­an­lasst sei. Die Kos­ten der Zweit­woh­nung sei­en daher kei­ne Wer­bungs­kos­ten im Rah­men einer „Dop­pel­ten Haus­halts­füh­rung”.

Das Urteil ist aller­dings noch nicht rechts­kräf­tig. Der Bun­des­fi­nanz­hof hat auf die Beschwer­de des Klä­gers hin die Revi­si­on gegen die­ses Düs­sel­dor­fer Urteil zuge­las­sen.

Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 14. August 2008 – 11 K 1160/​07 E
(Revi­si­ons­ver­fah­ren beim BFH: VI R 34/​09)