Dop­pel­te Haus­halts­füh­rung und eige­ner Haus­stand

Die Gel­tend­ma­chung von Auf­wen­dun­gen für eine dop­pel­te Haus­halts­füh­rung führt nicht sel­ten zu Strei­tig­kei­ten mit der Finanz­be­hör­de. In einem Streit­fall, den jetzt das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf zu ent­schei­den hat­te, stand dem Klä­ger am Beschäf­ti­gungs­ort zunächst ein Fir­men­ap­par­te­ment kos­ten­los zur Ver­fü­gung. Spä­ter mie­te­te er dort eine klei­ne Woh­nung (39,5 qm). Im 550 km ent­fernt lie­gen­den Haus der Eltern stand ihm eine Woh­nung (50 qm) mit sepe­ra­tem Ein­gang, aller­dings mit gemein­schaft­lich genutz­ten Räum­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung.

Dop­pel­te Haus­halts­füh­rung und eige­ner Haus­stand

Das FG kam nach Beweis­auf­nah­me zu der Erkennt­nis, dass der Klä­ger im Haus der Eltern kei­nen eige­nen Haus­stand unter­hal­ten hat. Dies ist aber zwin­gen­de Vor­aus­set­zung für den Abzug der Auf­wen­dun­gen für eine dop­pel­te Haus­halts­füh­rung gem. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG.

Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 7. Mai 2008 – 7 K 1976/​05 E (rechts­kräf­tig)