Eigen­heim­zu­la­ge

Bau­maß­nah­men an einem bestehen­den Gebäu­de kön­nen danach nur dann als Her­stel­lung einer Woh­nung i.S. des § 2 Satz 1 Eig­ZulG beur­teilt wer­den, wenn die­se Woh­nung bau­tech­nisch neu ist, wenn also das Gebäu­de in sei­ner wesent­li­chen Sub­stanz so ver­än­dert wird, dass die neu ein­ge­füg­ten Gebäu­de­tei­le dem Gesamt­ge­bäu­de das bau­tech­ni­sche Geprä­ge eines neu­en Gebäu­des geben und die ver­wen­de­ten Alt­tei­le wert­mä­ßig unter­ge­ord­net erschei­nen. Dies ist ins­be­son­de­re der Fall, wenn ver­brauch­te Tei­le ersetzt wer­den, die für die Nut­zungs­dau­er bestim­mend sind, wie z.B. Geschoss­de­cken, die Dach­kon­struk­ti­on, Fun­da­men­te oder tra­gen­de Außen- und Innen­wän­de. Wird hin­ge­gen nur ein für die Nut­zungs­dau­er bestim­men­der Gebäu­de­teil erneu­ert, so reicht dies in der Regel für die Beur­tei­lung als bau­tech­nisch neu­es Gebäu­de nicht aus. Auch genügt es nicht, dass die Auf­wen­dun­gen für die Instand­set­zung, die Reno­vie­rung und ggf. die Moder­ni­sie­rung des Gebäu­des in ihrer Gesamt­heit über die zeit­ge­mä­ße sub­stanz­er­hal­ten­de Bestand­teil­s­er­neue­rung hin­aus den Gebrauchs­wert des Hau­ses ins­ge­samt erhö­hen.

Eigen­heim­zu­la­ge

(FG Düs­sel­dorf, Urteil vom 17.03.2005 – 11 K 691/​03 EZ)