Das nach § 153a Abs. 2 StPO ein­ge­stell­te Straf­ver­fah­ren – und die außer­ge­wöhn­li­chen Belas­tun­gen

Auf­wen­dun­gen eines Steu­er­pflich­ti­gen für ein nach § 153a Abs. 2 StPO ein­ge­stell­tes Straf­ver­fah­ren – ins­be­son­de­re die Zah­lung der hier­bei über­nom­me­nen Auf­la­ge – stel­len kei­ne außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung im Sin­ne des § 33 EStG dar.

Das nach § 153a Abs. 2 StPO ein­ge­stell­te Straf­ver­fah­ren – und die außer­ge­wöhn­li­chen Belas­tun­gen

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat ins­be­son­de­re bereits ent­schie­den, dass die Leis­tung einer Wie­der­gut­ma­chungs­auf­la­ge nicht zwangs­läu­fig im vor­ste­hen­den Sinn ist, weil die Ein­stel­lung des Straf­ver­fah­rens unter Ertei­lung von Auf­la­gen und Wei­sun­gen nach § 153a Abs. 2 der Straf­pro­zess­ord­nung die Zustim­mung des Ange­schul­dig­ten vor­aus­setzt 1.

Der Betrof­fe­ne kann sonach frei ent­schei­den, ob er eine Auf­la­ge über­neh­men und die damit ver­bun­de­nen Zah­lun­gen leis­ten oder zur Klä­rung der von ihm behaup­te­ten Unschuld die Fort­füh­rung des Straf­ver­fah­rens hin­neh­men möch­te.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 21. Sep­tem­ber 2016 – VI B 34/​16

  1. BFH, Urteil vom 19.12 1995 – III R 177/​94, BFHE 179, 383, BSt­Bl II 1996, 197[]