Ent­fer­nungs­pau­scha­le trotz Frei­fahrt­be­rech­ti­gung

Ein bei einem Unter­neh­men des öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs ange­stell­ter Bediens­te­ter, der über eine Frei­fahrt­be­rech­ti­gung ver­fügt, kann nach einem mitt­ler­wei­le rechts­kräf­ti­gen Urteil des Finanz­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg gleich­wohl die Kos­ten, die ihm auf­grund von Fahr­ten zwi­schen sei­ner Woh­nung und sei­ner Arbeits­stät­te mit dem eige­nen Kraft­fahr­zeug ent­ste­hen, steu­er­lich in der gesetz­lich vor­ge­se­he­nen Höhe als Wer­bungskos­ten gel­tend machen.

Ent­fer­nungs­pau­scha­le trotz Frei­fahrt­be­rech­ti­gung

Geklagt hat­te ein Mit­ar­bei­ter der BVG, der regel­mä­ßig mit sei­nem eige­nen Kraft­fahr­zeug zur Arbeit gefah­ren war und der die dadurch ent­stan­de­nen Kos­ten mit den steu­er­lich vor­ge­se­he­nen Pausch­be­trä­gen als Wer­bungs­kos­ten gel­tend gemacht hat­te. Das Finanz­amt hat­te den so ermit­tel­ten Betrag der Fahrt­kos­ten jedoch um rund € 600 gekürzt, weil die Frei­fahrt­be­rech­ti­gung der BVG in die­ser Höhe als „Zuschuss“ des Arbeit­ge­bers zu den dem Bediens­te­ten ent­stan­de­nen Fahrt­kos­ten anzu­se­hen sei. Die Finanz­rich­ter sahen jedoch kei­nen direk­ten Zusam­men­hang zwi­schen der Frei­fahrt­be­rech­ti­gung der BVG und den Fahrt­kos­ten des Klä­gers, son­dern urteil­ten, dass die durch die Nut­zung des eige­nen Kraft­fahr­zeugs ent­stan­de­nen Kos­ten unab­hän­gig von dem Bestehen der Frei­fahrt­be­rech­ti­gung als Wer­bungskos­ten abzugs­fä­hig sei­en.

Finanz­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Urteil vom 03. Mai 2007 – 8 K 1460/​05 B