Frei­wil­li­ges sozia­les Jahr – und der Aus­bil­dungs­frei­be­trag

Ein frei­wil­li­ges sozia­les Jahr stellt kei­ne Berufs­aus­bil­dung dar [1].

Frei­wil­li­ges sozia­les Jahr – und der Aus­bil­dungs­frei­be­trag

Auch ist für den Bun­des­fi­nanz­hof die Fra­ge, ob ein frei­wil­li­ges sozia­les Jahr nach Ände­rung der gesetz­li­chen Vor­schrif­ten hier­zu (Jugend­frei­wil­li­gen­dien­ste­ge­setz, Gesetz zur För­de­rung von Jugend­frei­wil­li­gen­diens­ten vom 16.05.2008) als Berufs­aus­bil­dung i.S. des § 33a Abs. 2 Satz 1 EStG anzu­se­hen ist, nicht klä­rungs­be­dürf­tig. Die Ant­wort liegt für den Bun­des­fi­nanz­hof­auf der Hand:

Denn für die Gewäh­rung des Aus­bil­dungs­frei­be­trags nach § 33a Abs. 2 Satz 1 EStG ist wei­ter­hin dar­auf abzu­stel­len, ob eine Berufs­aus­bil­dung i.S. des § 32 Abs. 4 EStG vor­liegt [2]. Im Rah­men des § 32 Abs. 4 EStG unter­schei­det der Gesetz­ge­ber wei­ter­hin zwi­schen Berufs­aus­bil­dung einer­seits (§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG) und frei­wil­li­gem sozia­len Jahr ande­rer­seits (§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. d EStG), so dass sich schon aus Wort­laut und Sys­te­ma­tik des Geset­zes ergibt, dass der Frei­wil­li­gen­dienst auch wei­ter­hin kei­ne Berufs­aus­bil­dung dar­stellt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 25. Novem­ber 2014 – VI B 1/​14

  1. BFH, Urtei­le vom 24.06.2004 – III R 3/​03, BFHE 206, 413, BStBl II 2006, 294; und vom 07.04.2011 – III R 11/​09, BFH/​NV 2011, 1325[]
  2. Schmidt/​Loschelder, EStG, 33. Aufl., § 33a Rz 46[]