Fremd­wäh­rungs­dar­le­hen – und die Kurs­ver­lus­te

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat bereits für Streit­jah­re nach 2009 ent­schie­den, dass Mehr­auf­wen­dun­gen infol­ge von Kurs­ver­lus­ten für die Til­gung von Fremd­wäh­rungs­dar­le­hen kei­ne Schuld­zin­sen sind und des­halb nicht zu Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung füh­ren.

Fremd­wäh­rungs­dar­le­hen – und die Kurs­ver­lus­te

Ver­mö­gens­min­de­run­gen oder Ver­mö­gens­meh­run­gen, die sich aus wech­sel­kurs­be­ding­ten Ände­run­gen der Dar­le­hens­ver­bind­lich­keit erge­ben, füh­ren nicht zu Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung.

Denn sie sind nicht durch die Nut­zungs­über­las­sung der Immo­bi­lie ver­an­lasst, son­dern dadurch, dass die sich in aus­län­di­scher Wäh­rung zu til­gen­de Kre­dit­ver­bind­lich­keit ‑umge­rech­net in Euro- erhöht hat 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 23. Novem­ber 2016 – IX B 42/​16

  1. vgl. zuletzt BFH, Beschluss vom 04.03.2016 – IX B 85/​15, BFH/​NV 2016, 917; Mel­ling­hoff in Kirch­hof, EStG, 15. Aufl., § 21 Rz 62 Stich­wort "Kurs­ver­lus­te"; vgl. auch für Streit­jah­re vor 2009 BFH, Urtei­le vom 09.11.1993 – IX R 81/​90, BFHE 173, 97, BSt­Bl II 1994, 289; und vom 22.09.2005 – IX R 44/​03, BFH/​NV 2006, 279[]